Hirnbasis, Ansicht von unten  

N. vagus - N. X

Verlauf
zieht durch den vorderen Abschnitt des For. jugulare in das Spatium lateropharyngeum, hat ein kleines Ggl. superius n. vagi innerhalb des For. jugulare und eine grösseres Ggl. inferius (nodosum) n. vagi unterhalb des For. jugulare
verläuft im Trig. caroticum und in der Regio sternocleidomastoidea zwischen der A. carotis communis und V. jugularis interna
zieht durch die obere Thoraxapertur in das obere Mediastinum - rechter N. vagus überkreuzt A. subclavia dextra - linker N. vagus überkreuzt Aortenbogen -
zieht ins hintere Mediastinum, bildet an der dorsalen Fläche des Lungenhilum den Plexus pulmonalis, Fasern setzen sich in den Plexus oesophageus fort, aus dem oberhalb des Zerchfells der Truncus vagalis anterior (vorwiegend linker N. vagus) und der Truncus vagalis posterior (vorwiegend rechter N. vagus) hervorgehen, die durch den Hiatus oesophageus ins Abdomen ziehen, gibt im Abdomen zahlreiche Äste ab, die gemeinsam mit den Sympathikusfasern via Blutgefässe die Bauchorgane erreichen

Das Ggl. superius entspricht einem sensiblen Spinalganglion mit pseudounipolaren Nervenzellen. Hier liegen die Perikarya für die somatosensiblen und (vermutlich) einige allgemein viszerosensiblen Fasern des N. vagus.
Das ca. 15 mm lange Ganglion inferius (nodosum) liegt unmittelbar vor den Querfortsätzen des 1. und 2. Halswirbels.
Es enthält pseudounipolare Nervenzellen (wie ein Spinalganglion), hat aber auch multipolare und bipolare Nervenzellen. Es steht im Dienst der allgemein viszerosensiblen und speziell viszerosensiblen (Geschmack) Innervation des N. vagus.
Es werden zudem einzelne parasympathische Fasern umgeschaltet.
Die präganglionären Fasern des N. vagus werden entweder in einzelnen Ganglienszellen im Verlauf des Nerven (selten) oder in prävertebralen Ganglien oder intramural, d.h. in der Organwand (am häufigsten) umgeschaltet.
Hier enden die somatosensiblen Fasern aus der Ohrmuschel und dem äusseren Gehörgang sowie aus der Dura mater der hinteren Schädelgrube.
N. glossopharyngeus, N. vagus und N. accessorius bilden gemeinsam die untere Dreiergruppe.
Das Ggl. superius entspricht einem sensiblen Spinalganglion mit pseudounipolaren Nervenzellen. Hier liegen die Perikarya für die sensiblen Fasern.
Das Ggl. inferius enthält sowohl pseudounipolare als auch multipolaren Nervenzellen. Hier liegen die Perikarya der Nervenzellen für die sensorischen (Geschmackswahrnehmung) sowie für die sensiblen Fasern.
 
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